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Geschichte
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Die Gemeinde Lonsee wurde bereits im Jahr 888 das erste Mal urkundlich
erwähnt. Das Lonetal war aber bereits zu einem früheren Zeitpunkt besiedelt. Bei
einer Grabung im Jahre 1938 wurden in der Urspringer Haldensteinhöhle zwei
Lorbeerblattspitzen aus Japsis gefunden, so dass man sagen kann, dass sich
bereits etwa 50.000 v.Chr. Jäger dort aufhielten. Die Fundgeschichten lieferten
damals nur wenige archäologischen Funde, dafür relativ zahlreiche Tierreste
(Wollnashorn, Rentier, Edelhirsch und Damhirsch).
Im Gebiet "Sonnenbühl"
in Lonsee wurden in den 50-iger Jahren Pfeilspitzen aus der mittleren Steinzeit
(10.000 - 8.000 v.Chr.) gefunden.
In Urspring befand sich das
Römerkastell "Ad lunam", welches etwa 100 n.Chr. erbaut wurde.
Das
Lagerdorf erstreckte sich unterhalb des Kastells im Lonetal. Dort lebten nicht
nur die Familien der römischen Soldaten, sondern auch Handwerker und Händler. Es
lag beiderseits der nach Faimingen führenden Römerstraße.
Das Kastell
wurde in der Mitte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts aufgegeben. Der
Limes war nach Norden verschoben worden, so dass sich das Kastell als unrentabel
erwiesen.
Das Kastell beherrschte durch seine vorteilhafte Lage die
Gegend, man überschaute von seinen Türmen und Wällen aus die Lonequelle, das
Lonetal abwärts bis über Lonsee hinaus, sowie die vom Hägelesberg herabkommenden
Wege.
Um das Jahr 260 n.Chr. durchbrachen die Alemannen den römischen
Grenz- und Schutzwall, den Limes, und nahmen das von den Römern fast 300 Jahre
lang besetzt gehaltene Land in Besitz.
Die Römer wurden verjagt oder zu
Sklaven gemacht, und alles, was an ihre Anwesenheit erinnerte, wurde zerstört.
Die alemannischen Siedler nahmen wohl schon im 7. Jahrhundert das
Christentum an und ließen eine kleine Kirche erbauen, die sie der Maria
weihten.
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Der Ortsname lautete beispielsweise im Jahr 1268 "Luwense", dann 1288
"Albertus de Lunse", 1372 "ze Lunse ufm Feld", 1454 "Lunsen", 1501 "Lonsaw",
1741 "Lonße".
Im Jahre 1108 schenkte eine Luitgard alles, was sie zu
Lonsee, Urspring, Halzhausen und Reutti erbschaftlich besaß, dem neu gegründeten
Kloster Blaubeuren.
Im Jahre 1268 wurde Lonsee in eine Urkunde zusammen
mit Blaubeuren als Städtchen erwähnt. Lonsee hatte also das Stadtrecht.
Inzwischen, im Besitz der Helfensteiner, wurde Lonsee im Jahre 1382 an
die Freie Reichsstadt Ulm verpfändet. Diese unterband die weitere Entwicklung.
Was den Lonseern bis ins Jahr 1818 blieb, war die Leibeigenschaft.
Das
Königreich Württemberg wandelte in den Jahren 1810/11, als ihm die Stadt Ulm und
deren ehemaliges Territorium links der Donau zufiel, die bestehende bayrischen
Landgebiete zu Oberämtern um. Lonsee gehörte dem Oberamt Ulm bzw. Landkreis Ulm
an.
Einen großen Fortschritt für die Gemeinde Lonsee bedeutete der Bau
der Albwasserversorgung. Seit 1896 hat Lonsee eine Wasserleitung. Früher holte
man das Wasser aus der Lone.
Eine weitere technische Errungenschaft war
die Versorgung der Gemeinde mit elektrischem Licht und elektrischer Kraft im
Jahr 1912.
In den beiden Weltkriegen blieb der Ort von Kriegsschäden
verschont, aber der Verlust von Menschenleben traf viele Familien
hart.
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Die Bevölkerungszahl stieg nach dem 2. Weltkrieg vor allem durch den Zuzug
der Heimatvertriebenen stetig an.
Lonsee entwickelte sich seither zu
eine blühenden Gemeinde mit einer guten Infrastruktur.
Quelle: Krämer
"Aus der Geschichte von Lonsee" (Festschrift 1 100 Jahre
Lonsee)
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