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Luizhausen  
 
 
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Ortsverwaltung Luizhausen

Scharenstetter Straße 15

Tel.: 0 73 36/246

Ortsvorsteher Raimund Stolz

Telefon: 07336/5453

Sprechzeiten:

Donnerstags 19.30 bis 20.00 Uhr

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Geschichte

Luizhausen war eine der wichtigsten Umspann- und Übernachtungsstationen an der Fernstraße Wien-Paris. Von dieser Bedeutung zeugt noch die ehemalige Poststation, der Gasthof "Zum Löwen" und die alte Linde direkt an der B10 neben einem alten Meilenstein, sie soll einst den Reisenden als genauer Mittelpunkt zwischen Wien und Paris gegolten haben.

Erstmals wird der Ort 1275 als Lutolz-, dann Luidolz-, Leutlis-, Lütlishausen genannt, d.h. Häuser einer Liutold. Es war gräfisch Helfensteinisches Lehen der Herren von Westerstetten. Den Kirchsatz mit Widun (=Pfarrgut) hatten die Herren von Scharenstetten, die ihn 1351 von Graf Ulrich von Helfenstein erworben hatten und ebenfalls den Herren von Westerstetten abtraten. Bald ging die Lehensherrlichkeit an die Grafen von Württemberg über. Im Lehenbuch Graf Eberhard des Greiners ist zu lesen: "Herr Ruod von Westerstetten hat zu Lehen Liutoltzhausen, das Dorf uf der Albe; Ulrich von Westerstetten hat zu Lehen empfangen den Hof zu Liutoltzhausen und was darin gehört von einem Herrn Gr. Ebern."

Im Jahre 1411 verleiht dann Graf Eberhardt der Milde dem Yel von Westerstetten zu einem Mannslehen das halbe Dorf Leutlishausen ohne Kirche.
In demselben Jahr gibt Graf Eberhard dem Friedrich von Westerstetten einen Lehenhof in Leutlishausen zu eigen, worauf ihn Friedrich an einen Ulmer Bürger für 288 Gulden verkaufte. 1485 eignet Graf Eberhard der Ältere dem Ulrich von Westerstetten, Vogt von Blaubeuren, das halbe Dorf mit Zubehör ohne die Kirche. Im gleichen Jahr verkauft Ulrich von Westerstetten sein Stück und gut zu Luizhausen samt aller Ober- und Herrlichkeit, Lehenhöfe, Gülten und Zinsen an d. Reichsstadt Ulm für 2100 Gulden. Vor der Ablösung im Jahre 1848 hatte den großen Zehnten die Stiftverwaltung in Ulm; den kleinen, den Obst- und Blutzehnten mit etwas Heu- und Öhmdzehnten, sowie den großen aus 24 Gemeindeäckerlein bezog die Pfarrei. Die Grundlasten betrugen insgesamt 13 Gulden und 19 Kreuzer in Geld und 436 Gulden in Naturalien, wovon der Stadt 268 Gulden, die Stiftverwaltung Ulm 56 Gulden, das Spital in Ulm 82 Gulden, die Heiligenpflege Lonsee 42 Gulden und den Rest die Ortsheiligenpflege bezogen.

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Im spanischen Erbfolgekrieg 1704 zog Marlborough, der Oberbefehlshaber der englischen Armee, am 22. Juni von Urspring über Luizhausen nach Westerstetten, wo sich im Heerlager auch Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg befand. 1801 brannten in Luizhausen 7 Gebäude ab, wobei 14 Stück Rindvieh und 3 Pferde umkamen.

Auf kirchlichem Gebiet ist folgendes zu berichten: Die Bistumsgrenze, welche Luizhausen von den Orten des Lonetals trennte und es dem Bistum Konstanz zuwies, deutet auf einen einstigen kirchlichen Zusam-menhang mit einer westlichen Ur-pfarrei, vielleicht Tomerdingen.
Die Gründung der hiesigen Michaelskirche dürfte jedoch nach der ältesten Missionsperiode angehören, wo die Verehrung des alemannischen Gottes Ziu oft durch die des streitbaren St. Michael ersetzt wurde.Urkundlich erscheint Luizhausen schon 1275 als selbständige Pfarrei. In diesem Jahr gab aus Anlaß der päpstlichen Zehntbesteuerung der Pfarrer Burkhardt das Einkommen der Pfarrei auf 12 Pfund Heller an. Den Kirchensatz mit Widum (=Pfarrgut) hatten, wie schon oben erwähnt, bis 1351 die Herren von Scharenstetten, worauf er an die Herren von Westerstetten kam. In einer Urkunde von diesem Jahr erklärt Jakob von Scharenstetten für sich und seine Brüder, daß sie denKirchensatz in Luizhausen vor Graf Ulrich von Helfenstein gegen die von Westerstetten mit Urteil und Recht verloren haben und allen ferneren Ansprüchen entsagen. 1442 verkaufte Bernhard von Westerstetten den halben Teil des Kirchensatzes an die Stadt Ulm, die andere Hälfte soll diese schon das Jahr zuvor erworben haben. Als Ulm 1531 die Reformation einführte, war Pfarrer hier der 1502 als ständiger Altarist (=Prister an einem best. Altar) im Ulmer Münster geweihte Pauf rietmann, der sich für die Reformation erklärte und erster evangelischer Pfarrer in Luizhausen wurde, später zugleich Superintendant. Das Pfarrhaus wurde wohl um 1600 erbaut. 1740 wurden das Schul- und Rathaus erbaut und 1889 verbessert.


Ortsbeschreibung aus neueren Quellen

  • 1897 Anschluß an die Wasserleitung
  • 1899 Gründung des Gesangvereins
  • 1959 Fahnenweihe des Gesangvereins
  • 1964 Neubaugebiet "Häldele" mit ca. 1,1 ha wird erschlossen
  • 1967 Auflösung der Grund- und Hauptschule - Eingliederung in die Schulen Urspring und Lonsee
  • 1967-71 Flurbereinigung, Erweiterung des Friedhofes
  • 1972 Die selbständige Gemeinde Luizhausen wird aufgelöst. Bildung einer Einheitsgemeinde mit Lonsee, Ettlenschieß, Halzhausen, Sinabronn und Luizhausen
  • 1973 Bau einer Aussegnungshalle
  • 1973 Die B10 Ortsdurchfahrt wird ausgebaut, verbreitert und ein Gehweg angelegt. Durch diese Maßnahme wird eine neue Ortsbeleuchtung erstellt.
  • 1980 Neubaugebiet "Häldelesacker I" mit ca. 0,7ha wird erschlossen.
  • 1985 Gründung eines Sportvereins
  • 1990 Neubaugebiet "Häldelesäcker II" wird um ca. 0,9ha erweitert.
  • 1994 Neubaugebiet "Hinter dem Dorf" mit ca 0,4ha wird erschlossen
  • 1997 Gewerbegebiet "Steinige" mit ca. 5ha wird erschlossen und die ersten Betriebe siedeln sich an.
  • 1997 Neubaugebiet "Häldelesäcker II" mit ca 0,9ha in Planung.

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Ortschaftsrat


Name

Anschrift
Telefon
Partei
Schilling, Klaus Am Häldele 5 5965 BL
Frieß, Karl Scharenstetter Straße 7 920648 BL
Glöckle, Wolfgang Halzhauser Straße 3 920520 BL
Schmid, Jürgen Eichenring 1 5246 BL
Stolz, Raimund (OV) Eichenring 2 5453 BL
Pfeffer, Manfred Brunnenplatz 7 416 BL
Jahner, Gabriel Im Steinige 22 CDU
Schäch, Andreas Brunnenplatz 9 92 13 83 CDU

Ortsplan, Lage u. Verkehrsanbindung

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Topografisch liegt Luizhausen als kleines Haufendorf auf der Ulmer Alb im Grenzbereich zwischen Flache- und Kuppenalb.

Höchster Punkt 665m oberhalb der krautgärten.









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Sehenswürdigkeiten

Ev. Pfarrkirche St. Michael
liegt im oberen ortsteil, abgesetzt im Friedhof oberhalb der Scharenstetter Straße.

Pfarrhaus, Scharenst.Str.10

Gasthaus zum Löwen, ehemalige Poststation
Baumhaus (18.JH), Brunnenplatz 12

Linde an der B10 Lindenstraße (Naturdenkmal)

Birkhölzle,
Biotop auf der Hochebene

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Gemeinschaftliche Einrichtungen/Anlagen

Gemeindesaal/-raum im Rathaus (für öffentliche und private Veranstaltungen nutzbar)

Grill- und Bolzplatz am Weilerweg (Anmeldung bei der Ortsverwaltung)

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Kirchen


ev. Kirchengemeinde Luizhausen

89081 Ulm- Jungingen
Fröbelstraße 3

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Vereine

  • Gesangverein Luizh. (gemischter Chor), Vorstand Anna Schmid 
  • Sportverein Luizh., Vorstand Christine Unkel 
  • Freizeitgruppe Luizh., Ansprechpartner Gerhard Tränkle, Ahornweg 5

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Feuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Abt. Luizhausen
Brunnenplatz 6, 89173 Lonsee-Luizhausen

Abt. Kommandant
Hannes Schmid, Brunnenplatz 5, 89173 Lonsee-Luizhausen

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Jährliche Feste

Ende April/Anfang Mai: Heimatabend,
Veranstalter: Ortsverwaltung Luizh.


30.04.: Maibaum aufstellen durch die FW Abtl. Luizhausen

Anfang Juni: Dorffest am Brunnenplatz 
Fw. Feuerwehr Abt. Luizh. und Gesangverein Luizhausen 

Anfang November Herbstkonzert, Gesangverein Luizh.

Dezember Dorfweihnacht am Brunnenplatz: Sportverein Luizh.

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Öffentliche Gaststätten

Gasthaus Löwen
Scharenstetter Str.4

Gasthaus zur Linde
Brunnplatz 16

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Kindergärten/Schulen

Kindergarten und Grundschule in Urspring
Hauptschule in Lonsee

Weiterführende Schulen:
Realschule in Geislingen
od. Dornstadt
Gymnasium in Geislingen
od. Ulm

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    Copyright © 2000 Gemeinde Lonsee. Letzte Änderung: 04.08.2010